News zu HvO 100

Forderung der FDP in Rheurdt: Umstieg auf Diesel-Alternative prüfen

13.02.2022

Der synthetische Kraftstoff HVO100 wäre eine deutliche Verbesserung für die Klimabilanz, so die Freidemokraten. Was die nachhaltige Diesel-Variante auszeichnet.

Die Rheurdter FDP-Fraktion regt an, die dieselbetriebenen Fahrzeuge der Gemeinde Rheurdt – insbesondere die des Bauhofs – auf einen Betrieb mit dem synthetischen Kraftstoff HVO100 umzustellen. Für die Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Klimaschutz und Digitalisierung haben die Freidemokraten einen Antrag gestellt, nach dem die Verwaltung Möglichkeiten zu einer entsprechenden Umstellung prüfen soll.

HVO100 ist eine nachhaltige Variante von Diesel und wird aus erneuerbaren und nachhaltigen Rohstoffen hergestellt. Die Zahl „100“ gibt an, dass es sich um die reine Form von HVO (Hydrogenated Vegetable Oils, deutsch: hydrierte Pflanzenöle) handelt. Reines HVO könne in Dieselmotoren ohne Modifikation verwendet werden und sei für alle Fahrzeuge der marktführenden Motorenhersteller wie Volkswagen, Volvo, Mercedes, MAN u.a. freigegeben. Hergestellt wird der Kraftstoff durch Hydrodesulfurierung von Pflanzenölen und/oder tierischen Fetten. Nach Recherchen der FDP sei die Umstellung von dieselbetriebenen Nutzfahrzeugen auf den Betrieb mit HVO100 damit ohne, beziehungsweise mit minimalem, Aufwand möglich sein, heißt es in der Begründung des vom Fraktionsvorsitzenden Ralf Thier formulierten Antrags. Und weiter: „Mit der Umstellung auf den Kraftstoff HVO100 wäre der Betrieb der dieselbetriebenen Fahrzeuge dann sofort fast klimaneutral ohne hier kostenintensiv – und energieaufwendig - den Fuhrpark austauschen und auf andere Antriebsarten umstellen zu müssen.“ HVO100 sei aktuell circa 0,25 bis 0,38 Euro je Liter teurer, als konventioneller Dieselkraftstoff. Diese Preisdifferenz sollte nach Ansicht der Freidemokraten in den Folgejahren eher geringer werden, da HVO100 mit einer geringeren CO2-Abgabe belegt ist. Bei 5000 Litern HVO100, das wäre in etwa der Bedarf des Bauhofs für ein halbes Jahr, würden aktuell Mehrkosten von ca. 1700 Euro entstehen. Die Verwaltung soll prüfen, ob diese Maßnahme über die im Haushalt bereitgestellten Mittel für Betriebskosten abgedeckt werden kann. Mittel aus dem Klimaschutzbudget sollen hierfür nicht verwendet werden.

„Diese Maßnahme wäre eine sofortige deutliche Verbesserung der Klimabilanz der Gemeinde beziehungsweise der Gemeindeverwaltung passend zur Bezeichnung „Ökodorf“.Gleichzeitig wäre es auch ein Modellprojekt für umliegende Kommunen und auch für die heimische Landwirtschaft oder interessierte Gewerbetreibende“, so Thier.

Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/neukirchen-vluyn/forderung-der-fdp-in-rheurdt-umstieg-auf-diesel-alternative-pruefen_aid-65694351

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